Wachsender Marktanteil an möbliertem Wohnraum

Jinny Verdonck

29. April 2021

Möblierte Wohnungen gewinnen gemäß einer Studie des Beratungsunternehmens F+B an Beliebtheit. Das Ergebnis der Studie: Möblierte Wohnungen verzeichnen einen stärkeren Preisanstieg als unmöblierte Wohnungen.

Im Zeitraum zwischen 2006 und 2020 sind die Mieten für möblierte Wohnungen bundesweit um 78,2 % gestiegen. Das entspricht knapp 50 Prozentpunkte mehr als der Mietanstieg von unmöblierten Wohnungen, die um 30,5 % zugelegt haben. 

Vor allem in den Metropolen gibt es ein sehr umfangreiches Gesamtangebot von möbliertem Wohnraum. Nach Angaben von F+B erzielte Stuttgart mit 56 % den höchsten Wert, während Leipzig mit 9,5 % den niedrigsten Wert hatte.

Höhere Mieten für möblierte Wohnungen

Wer eine 66 Quadratmeter große Wohnung leer vermietet, kann im Durchschnitt 8,85 Euro pro Quadratmeter erzielen, während beim Vermieten möblierter Wohnungen 14,95 Euro pro Quadratmeter möglich sind.

Beinahe jede fünfte Mietwohnung wird hierzulande möbliert vermietet. Als Grund gibt F+B unter anderem eine reduzierte Umzugsquote an, die zu geringeren Neuvermietungen führt. Außerdem sind möblierte Wohnungen nicht in gleicher Weise der Mietpreisbremse unterworfen wie leere Wohnungen. Ausnahmen sind möglich. 

Besonders an Standorten von großen internationalen Firmen ist aufgrund der Nachfrage ein größeres Angebot an möblierten Wohnungen zu finden. Als die Mitpreisbremse 2016 in Kraft trat, betrug der Anteil der möblierten Wohnungen etwa 3 %, während es im Jahr 2020 bereits 18 % waren. 

F+B geht davon aus, dass das Angebot an möblierten Wohnraum auch zukünftig stetig wachsen wird.