Tipps für eine problemlose Zahlungsabwicklung beim Immobilienkauf

25. Juni 2016

Beim Kauf oder dem Verkauf einer Immobilie wechselt viel Geld den Besitzer. Natürlich gibt es einen Kaufvertrag, in dem auch alle Zahlungsmodalitäten vereinbart sind. Dennoch gibt es nach wie vor einige Fragen, die sich Käufer und auch Verkäufer in Bezug auf die Zahlungsabwicklung stellen. Der Kaufvertrag für ein Haus, ein Grundstück oder eine Wohnung ist so konzipiert, dass sich hier die Grundsätze für die Zahlungsabwicklung finden lassen. Diese beinhalten die Aussage, dass ein Verkäufer dann nicht mehr der Eigentümer der Immobilie ist, wenn er die volle Kaufpreissumme erhalten hat. Zudem ist im Kaufvertrag für eine Immobilie der Hinweis erhalten, dass der Käufer die Zahlung erst dann leisten muss, wenn er mit der Bezahlung von Grunderwerbsteuer sowie Kaufpreis alle Rechte und das Eigentum an der Immobilie erhält.

Die wichtigsten Voraussetzungen für die Fälligkeit

Im Kaufvertrag sind die Voraussetzungen für die Fälligkeit normalerweise vermerkt. Der Kaufpreis muss dann beglichen werden, wenn nachweislich die nachfolgenden Voraussetzungen vorliegen:
  • Der Grundbucheintrag für eine Auflassungsvormerkung für den Käufer ist vermerkt.
  • Die Unterlagen zur Löschung von allen grundbuchlichen Belastungen liegen dem Notar vor.
  • Die Bescheinigung der Gemeinde in Bezug auf das gesetzliche Vorkaufsrecht, von dem kein Gebrauch gemacht wird, liegen vor.
Wenn die genannten Voraussetzungen erfüllt sind, dann erfolgt die gesetzliche Zahlungsfrist, nachdem der Notar die Zahlungsaufforderung an den Käufer versendet hat. Normalerweise ist hier eine Frist von zwei Wochen einzuhalten, was im Kaufvertrag auch vermerkt wird. Ob der Betrag in Raten oder in einem Gesamtbetrag bezahlt wird, das ist abhängig von der Einigung zwischen Käufer und Verkäufer. Mögliche Kosten für den Verkäufer Interessant zu wissen ist, dass es mögliche Kosten gibt, die für den Käufer bei einem Verkauf seines Hauses anfallen können. Wenn ein Eigentümer ein Haus kauft und dieses Haus wieder verkauft, dann kann die Spekulationsfrist geltend gemacht werden. Befindet sich das Haus weniger als zehn Jahre im Besitz des Eigentümers, bevor es wieder verkauft wird, so kann auf den Verkaufspreis eine Spekulationssteuer fällig werden. Diese Steuer bei Hausverkauf entfällt jedoch dann, wenn der Eigentümer der Immobilie generell selbst darin gewohnt hat oder zumindest innerhalb der letzten beiden Jahre sowie im Jahr des Verkaufes selbst Bewohner der Immobilie war. Viele Verkäufer kennen diese Regelung nicht und können in diesem Fall von der Spekulationssteuer überrascht werden.

Mögliche Kosten für den Käufer

Auch für den Käufer fallen, neben dem Kaufpreis für die Immobilie, noch weitere Kosten an, die auch bei einer Finanzierung berücksichtigt werden sollten. Die Notarkosten sowie die Grunderwerbsteuer sind hier ein wichtiger Punkt. Zudem kann es möglich sein, dass ein Gutachten in Auftrag gegeben wurde. Wurde ein Makler in Auftrag gegeben, um bei der Suche nach der passenden Immobilie zu helfen, werden hier ebenfalls Gebühren fällig. Auch der Grundbucheintrag schlägt noch einmal mit einem Betrag zu Buche. Übersicht über die Nebenkosten für Käufer
  • Grunderwerbssteuer: Diese beträgt zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises der Immobilie.
  • Maklerprovision: Diese beträgt in etwa und abhängig der Region und der Vereinbarung 3 bis 6 Prozent des Kaufpreises plus Mehrwertsteuer.
  • Notarkosten und Grundbuchkosten: Diese betragen in etwa 2 Prozent des Kaufpreises der Immobilie.
Auch weitere Renovierungs- und Modernisierungskosten sollten Käufer stets im Blick behalten, da diese abhängig des Immobilien-Zustandes, aber auch abhängig der eigenen Vorstellungen, gewisse Höhen annehmen können. Bei der Beantragung einer Finanzierung für eine Immobilie ist es wichtig, die Nebenkosten im Blick zu haben. Empfohlen wird, die Nebenkosten durch das Eigenkapital komplett decken zu können und so nur die Finanzierung für die Immobilie in Anspruch zu nehmen.