Preisanstieg am Berliner Wohnimmobilienmarkt verlangsamt sich

12. November 2020

Obwohl Berlin noch immer steigende Kaufpreise verzeichnet, so ist der Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren schwächer geworden.

Dies ist das Ergebnis des vom Immobilienverband Deutschland IDV veröffentlichten Immobilienpreisservice. Als Grundlage der Untersuchung dienen die Kaufpreise, d. h. die Preise, die tatsächlich erzielt wurden, und nicht die Angebotspreise. Laut den Experten seien die stagnierenden Preise hauptsächlich auf den Berliner Mietendeckel, der vor neun Monaten in Kraft getreten ist, sowie ganz allgemein auf die politischen Rahmenbedingungen zurückzuführen. Investoren halten sich zurück und auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie müssen noch abgewartet werden.

In Standardwohnlagen wechselte eine Berliner Eigentumswohnung im Bestand durchschnittlich für 3.150 Euro pro Quadratmeter den Besitzer. Das entspricht einem Anstieg um 6,8 %. Doch von 2017 auf 2018 gab es noch ein Plus um 12,8 % und von 2018 auf 2019 einen Anstieg um 11,3 %.

Die Wohnungsmieten im Neubau – für die der Mietendeckel nicht gilt – sind im Durchschnitt um 12,25 Euro pro Quadratmeter für Standardwohnungen teurer geworden. Das entspricht einem Anstieg um 4,3 %. In guter Wohnlage konnte durchschnittlich ein Plus von 14 Euro pro Quadratmeter erzielt werden, was 3,7 % entspricht.