Die Immobiliennews in Kürze - KW 48

Jinny Verdonck

29. November 2021

Bundesrat hat der Zertifizierung für WEG-Verwalter zugestimmt

Nun hat der Bundesrat der Rechtsverordnung zugestimmt, nach der Wohnungseigentümer einen Anspruch auf einen zertifizierten Verwalter haben. Somit müssen Hausverwalter ab Dezember 2022 eine IHK-Prüfung absolvieren, um sich als WEG-zertifiziert bezeichnen zu dürfen. Nach bestandener Prüfung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) erhält der Verwalter ein Zertifikat, das die notwendigen rechtlichen, technischen und kaufmännischen Kenntnisse nachweist.

Der Bundesrat hat lediglich kleine Änderungswünsche geäußert. Sofern diese Änderungen von der Bundesregierung akzeptiert werden, kann die Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt erfolgen und die Verordnung demnächst in Kraft treten.

Die Baubranche erwartet auch für das Jahr 2022 gute Geschäfte

Das Baugewerbe setzt seinen Wachstumskurs trotz der Corona-Pandemie und den Materialengpässen fort. Zu diesem Ergebnis kommt der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB). 

Laut der ZDB-Herbstumfrage laufen die Geschäfte für rund die Hälfte der Baufirmen gut. Insbesondere im Wohnungsbau herrscht Heiterkeit, aber auch die Stimmung im Ausbaugewerbe ist sehr gut. Während das Ausgangsgewerbe Aufträge erhalten hat, die 17 Wochen in die Zukunft reichen, sind es im Wohnungsbau bereits 19 Wochen. Zudem erwarten die Baufirmen in diesen Sektoren, dass die Umsätze weiter in die Höhe klettern. Gestützt wird diese positive Erwartung beispielsweise durch die Programme zur energetischen Gebäudesanierung. 

Für das Jahr 2022 hegt rund ein Drittel der Baufirmen Pläne, ihre Personalkapazitäten auszubauen. In 2021 sind etwa 900.000 Menschen auf dem Bau beschäftigt, das entspricht fast 8.000 mehr als im Vorjahr. Auch ihre Investitionen möchte die Baubranche ausweiten. 

In Berlin ist der Wohnungsmarkt noch immer angespannt

In der deutschen Hauptstadt ist die Nachfrage nach bezahlbaren Mietwohnungen noch immer höher als das Angebot. Aber auch Wohneigentum wird verstärkt nachgefragt. Dadurch sind auch die Preise weiterhin gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt der IVD Berlin-Brandenburg in seinem Immobilienpreisservice. Dieser basiert auf die Kaufpreise, die tatsächlich erzielt wurden, anstatt wie üblich auf den Angebotspreisen der Onlineportale. 

Anstieg sowohl bei den Mieten als auch bei den Kaufpreisen

Standardlagen verzeichneten seit dem Jahr 2019 einen Anstieg von 10 Euro pro Quadratmeter. Dies entspricht einem Plus von 5,3 %. Währenddessen sind es in Vorzugslagen sogar Plus 9,1 % bzw. 12 Euro je Quadratmeter. Wer in einer einfacheren Gegend eine Neubauwohnung mietet, zahlt durchschnittlich 13 Euro pro Quadratmeter. In besseren Lagen werden im Neubau bereits 15,25 Euro pro Quadratmeter fällig.  

Einen Anstieg um 7,9 % im Vergleich zum Jahr 2019 registrierten die Berliner Eigentumswohnungen. Diese wechselten in einfachen Gegenden für 3.400 Euro pro Quadratmeter den Besitzer, während es in Vorzugslagen sogar 4.100 Euro je Quadratmeter waren (Plus 6,5 %). Der Bezirk Mitte verzeichnete die höchsten Preise: Hier wurden Quadratmeterpreise in Höhe von 10.000 Euro erzielt. Freistehende Einfamilienhäuser in Standardlagen kosten im Durchschnitt 480.000 Euro, in Vorzugslagen bereits 620.000 Euro. Am tiefsten müssen Käufer in Steglitz-Zehlendorf mit durchschnittlich 790.000 Euro in die Tasche greifen. Aber auch Bauland ist durchschnittlich um 10 % teurer geworden. In Standardlagen liegt der Quadratmeterpreise für Bauland bei 550 Euro und in Vorzugslagen sogar bei 900 Euro.